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Heilpflanzen für die Gesundheit – Löwenzahn

Heilpflanzen für die Gesundheit – Löwenzahn

Die Inhalte der Kategorie "Heilpflanzen für die Gesundheit" stammen aus dem gleichnamigen Buch von Dr. Annekatrin Puhle, Jürgen Trott-Tschepe und Birgit Möller. Es enthält neues und überliefertes Heilwissen zu 333 Pflanzen und kan hier erworben werden.

Taraxacum officinale - Korbblütler (Asteraceae)

Löwenzahn
Löwenzahn

Weitere Namen

Pusteblume, Lichtbloom, Laterne, Liachtla, Keltenstock, Pfaffenröhrlein, Märzenblume, Maiblume, Milchblume, Sonnenwirbel, Mönchskopf, Bettpisser, Schäfchenblume;   engl. dandelion; franz. pissenlit

Wirkung

harntreibend, leicht abführend, entschla- ckend, entgiftend, blutreinigend, gallen- treibend, leber- und nierenanregend, appetitanregend

Stängel 10–30 cm hoch, mit je einem gold- bis hellgelbem Blütenkörbchen; Blattrosette mit gezähnten Blättern; Früchte braun mit weißer Haarkrone (Pappus) wie ein Federball

Huflattich

fette Wiesen, Kleeäcker, auf Schutt und Viehlägern

Europa, Nordafrika und Asien; in Nord- amerika eingebürgert

Blätter, Blüten und Wurzeln für Tee, Saft

Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Inulin, Glykoside, Cholin, Kalium

Sammeln und Anbauen

Vor Ostern ist die beste Zeit, um die jungen, gezahnten Blätter zu pflücken, noch vor dem Blühen. Die großen gelben Blütenköpfe aus lauter Zungenblüten öffnen sich im Frühling schlagartig. Für das Ausgraben der Wurzel eignen sich Frühling oder Frühherbst. Die sich üppig ausbreitende Märzen- und Maiblume wird bis zu 40 cm hoch und schmückt auch Gärten und Parkanlagen – wenn wir sie lassen. Kräuter- kenner sammeln die ganze Pflanze mitsamt der Wurzel.

Gut zu wissen

Hunderte von deutschen Namen hat sie erhalten, die knallgelbe Butterblume, die sich nach dem Abblühen in eine Pusteblume verwandelt. Wohl jedes Kind hat sie schon zuhauf in die Luft geblasen. Einem alten Spiel zufolge heißt es: Wem es gelingt, alle »Fallschirmchen« auf einmal wegzublasen, ist ein Glückskind. Wie eine Laterne oder ein Lichtlein (Lichtbloom, Liachtla) überstrahlt der Sonnenwirbel in der Osterzeit ganze Wiesen. Den Iren galt der Keltenstock als Allheilmittel.

Unsere Erfahrung

Haben Sie schon mal eine Fastenkur gemacht? Sie dient unserer Erfahrung nach vorwiegend der Entlastung der Ausscheidungs- und Entgiftungsorgane als auch dem Innehalten in stressigem Alltagsbetrieb – und ist weniger geeignet zum reinen Abnehmenwollen. Löwenzahn-Saft unterstützt dabei und scheidet Vorstellungen vom Darben und Verhungernmüssen zusammen mit viel »Überflüssigkeit« aus.

Gesundheit unterstützen

Mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, lautet die positive Devise des Löwenzahns. Nur so lassen sich die Herausforderungen des Lebens ohne krampfartiges Bemühen meistern. Wie sich die Pflanze mit den schwierigsten Lebensbedingungen arrangieren und wandeln kann, so kann auch der Mensch mit ihrer Hilfe eine neue Haltung zu den Wider- sprüchen des Lebens gewinnen.

PHYTOTHERAPIE Blüten-Kompresse: 1 Handvoll frische Blüten in 2 Tas- sen Wasser 15 Min. sieden, abkühlen lassen, abseihen, auf das Gesicht auftra- gen und antrocknen lassen; lauwarm abwaschen; für schöne Gesichtshaut.

Haarspülung: 1 Handvoll Blüten mit kochendem Wasser übergießen, bis sie knapp bedeckt sind, abkühlen lassen und filtern; kräftigt trockenes, fettiges wie schuppiges Haar und Kopfhaut.

Frischer Presssaft (Reformhaus): als Frühjahrskur; 1 EL auf 5 EL Buttermilch, 2–4 Wochen früh einnehmen, nach 1–2 Wochen 1 EL Saft zufügen, in den letzten 1–2 Wochen wieder um 1 EL tgl. reduzieren.

Salat: junge Blätter (Vitamin C und A, Kalzium, Kalium, Phosphor, Magnesium).

Gemüse: aus den Blättern, die vor der Blütezeit (vor Ostern) gesammelt werden, wie Spinat zubereiten und mit Zitronen-Saft abschme- cken; Vorsicht: Der Milchsaft aus den Stängeln kann zu Vergiftungen führen (bei Auslutschen von 10 Stängeln Erbrechen und Durchfall)!

Beschwerden heilen

Löwenzahn wird zur Blutreinigung, bei chronischen Entzündungen der Atemwege, Tuberkulose, Leberleiden, Magen- und anderen Geschwüren, Durchfall, Krampfadern, Rheuma und Gicht eingesetzt. Er reguliert den Gallenfluss, schafft Abhilfe bei Blähungen und regt die Verdauung an. 

PHYTOTHERAPIE Tee: 1 EL getrocknete Blätter und Wurzeln mit einer Tasse kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 15 Min. ziehen lassen und abseihen; 2 Tassen tgl. trinken; reinigt und entschlackt; gut im Frühjahr; nicht vor dem Schlafengehen trinken, da entwässernd.

Tinktur: 20 g Wurzeln mit 150 ml Weingeist ansetzen, nach 10 Tagen abseihen; 15 Tr. tgl. vor den Mahlzeiten in Wasser nehmen; bei Gallenbeschwerden

HOMÖOPATHIE Taraxacum D12: bei gelbsuchtartigen Symptomen wie blassgelber Gesichtshaut, Zungenbelag, galliger Übelkeit und Kopfschmerz, weißlichem Stuhlgang (Abklärung beim Arzt!)

 

Image courtesy of Tuomas_Lehtinen at FreeDigitalPhotos.net



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